Katzen, Vögel, Vogelsterben / Hauskatzen & verwilderte Katzen töten viele Vögel


Veröffentlicht am 29.03.2020

Katzen, Vögel, Vogelsterben / Hauskatzen & verwilderte Katzen töten viele Vögel


Fünf Mal gab es in den vergangenen 540 Millionen Jahren gewaltige Artensterben, zeigen Fossilienfunde. Forscher sehen eine aktuelle, menschengemachte, sechste Welle in vollem Gange. Allein seit dem Jahr 1500 seien mehr als 320 terrestrische Wirbeltiere ausgestorben, die Bestände der verbliebenen seien im Schnitt um ein Viertel geschrumpft, schreiben Wissenschaftler um Rodolfo Dirzo von der Stanford University in der Zeitschrift "Science". Nach einem Bericht der Vereinten Nationen zur Artenvielfalt sterben bis zu 130 Tier- und Pflanzenarten täglich aus.
Der Mensch im Anthropozän hat auf die Artenvielfalt also langfristig eine "ähnlich verheerende" Wirkung wie der große Meteor-Einschlag vor 65 Millionen Jahren.


Wie es mit dem Vogelsterben aussieht,
zeigen Auswertungen von Daten zwischen den Jahren 1980 und 2016. Seit 1980 hat die Zahl der Vögel in den Staaten der Europäischen Union um 56 Prozent abgenommen: Hunderte Millionen Tiere sind damit schlicht verschwunden, darunter Arten, die man früher als Allerweltsarten bezeichnet hat, wie Star, Feldlerche oder Goldammer. Kiebitze, Uferschnepfen oder Rebhühner sind flächendeckend zu Raritäten geworden oder regional ausgestorben. Das zeigen die Daten des »European Bird Census Council« im niederländischen Nimwegen, der die unterschiedlichen nationalen Zahlen zusammenträgt und auswertet.
Sie bestätigen auf ganzer Breite, was Ornithologen in einzelnen Ländern wie Frankreich, Großbritannien, Spanien oder Deutschland beobachtet haben: Vor allem der Vogelwelt im ländlichen Raum ergeht es schlecht.

Die Ursachen für das große globale und regionale Vogelsterben, Artensterben & Insektensterben
und für den Klimawandel sind vielfältig und doch lassen sie sich zu einem Bild zusammenfügen. Wir leben in einer Zeit der global organisierten Gier und einer Endzeit exponentiellen wirtschaftlichen Wachstums im begrenzten System Erde und verwandeln die vielfältige Welt in eine große einheitliche Fabrik. In eine Agrar-Fabrik, eine Fabrik-Fabrik, eine Konsum-Fabrik und eine Wohn-Fabrik, in der zunehmend übersättigte Menschen immer unzufriedener werden.

Die wichtigsten Gründe für das Vogelsterben sind:
* Fehlender Lebensraum und Verlust von Natur und Naturlandschaften
* Nahrungsmangel durch Insektenvergiftung
* Ackergifte und die politisch gewollte Verwandlung der Welt in eine große Agrarfabik
* Katzen und insbesondere verwilderte Katzen
* Glasscheiben
* Vogelfang

Mehr Infos zu den Ursachen des Vogelsterbens

Katzen & Vögel
sind ein höchst emotional besetztes Thema wie viele Millionen Katzenvideos auf Youtube zeigen. Die Zahl der deutschen Hauskatzen hat sich von 6,8 Millionen im Jahr 2000, auf 14,8 Millionen im Jahr 2018 erhöht und die Zahl der verwilderten, ausgesetzten Katzen "explodiert". Über 14,8 Millionen Katzen in Deutschland töten nach Schätzungen bis zu 200 Millionen Vögel. Amerikanische Studien kamen zu dem Ergebnis, dass jedes Jahr in den USA zwischen 1,4 und 3,7 Milliarden Vögel und zwischen 6,9 und 20,7 Milliarden kleine Säugetiere von Katzen getötet werden. Diese Zahlen lassen sich nicht so einfach auf Deutschland übertragen und viele Fachleute gehen bei uns von geringeren Zahlen aus. Doch jährlich 5 bis weit über 20 Vögel töten viele "Hauskatzen mit Ausgang" und diese Zahlen sind sehr niedrig angesetzt. Für den Wiener Verhaltensbiologen und Direktor der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle Kurt Kotrschal, der auch zu Katze-Mensch-Beziehungen gearbeitet hat, ist klar: "Das Problem ist nicht gerade klein, wahrscheinlich werden heute viel mehr europäische Singvögel durch Freigänger und Streunerkatzen erledigt als durch die mediterrane Vogelfängerei. Und es wundert mich nicht, dass so viele Katzenhalter das Jagen ignorieren – wird doch auf Katzen vor allem Freiheit und ein wenig Anarchie projiziert."

Eine "Katzensteuer" schafft nur eine unnötige Bürokratie. So lange Großkonzerne wie Apple, Google oder Amazon in Europa fast keine Steuern zahlen, sollte sich die Politik keine neuen Steuern für die einfachen Menschen einfallen lassen.
Doch Katzen, die von ihren Besitzern ins Freie gelassen werden, sollten kastriert und mit einem Chip gekennzeichnet sein. Durch die Kastration bleibt die Katze auch gesünder, weil die Gefahr der Ansteckung mit Katzenkrankheiten deutlich geringer wird.


Auch Blindschleichen, Eidechsen, Frösche, Kröten und junge Hasen passen ins Beuteschema von Katzen. Dazu kommen Feld- und Spitzmäuse, Maulwürfe, Fledermäuse, Fische, Blindschleichen, aber auch Insekten wie Libellen oder Schmetterlinge.

Das größte Problem für Natur und Vögel
ist allerdings die massiv zunehmende Zahl von verwilderten Hauskatzen. Allein in Deutschland gibt es schätzungsweise 2 Millionen verwilderte Katzen, die sich rasant vermehren. Wenn es gelänge, die Bestände verwilderter Hauskatzen zu reduzieren, könnte das Problem auf ein erträglicheres Maß verringert werden. Eine Katze fängt zwar keinen Rotmilan, die extrem große Zahl an getöteten Kleinvögeln ist dennoch ein massives Problem. Mit den Ausgleichszahlungen aus dem Windradbau sollten auch Kastrationskampagnen für verwilderte Katzen finanziert werden.

"Es gibt Zahlen, da geht man davon aus, dass in einem Jahr eine Katze, die wirklich verwildert ist und sich draußen ernährt, 365 Vögel frisst. Die nimmt Nester aus, dann sind es mal am Tag fünf, sechs Junge auf einmal. In der Zeit, wenn die Vögel so halb-flügge aus den Nestern kommen, haben die Katzen eine Riesenchance."
Ottmar Frimmel, Naturschutzbeauftragter im Landratsamt Günzburg im [utitle=Bayrischen Rundfunk]


Bedrohen Katzen manche Tierarten?
Auf Inseln, auf denen Katzen nie vorkamen, ist diese Bedrohung real, denn die dort lebenden Arten haben in ihrer Evolution kein Fluchtverhalten entwickelt und treffen unvorbereitet auf effektive Jäger. Katzen gelten darum als die alleinige oder hauptsächliche Ursache für das Aussterben von mindestens 33 Vogelarten seit 1600 – allein acht davon in Neuseeland. Die Katze eines Leuchtturmwärters hat die letzten überlebenden Exemplare des Stephen-Island-Schlüpfers erlegt und seinem Besitzer vor die Füße gelegt. Heute existieren noch 15 ausgestopfte Exemplare in den Sammlungen von Museen. Die Katzen in Australien waren seit ihrer Ankunft auf dem fünften Kontinent am Aussterben von 28 Säugetierarten ganz oder teilweise beteiligt.

Es ist beeindruckend, wie es Klimawandelleugner und die RWE-Kohlelobby in Deutschland schaffen, dass das Thema Vogelsterben nur im Rahmen der Windenergiedebatte geführt wird.
Es ist erstaunlich, dass über 18 Millionen Vögel die jährlich in Deutschland an Glas und Glasscheiben sterben, kein öffentliches Thema sind. Auch zu den wesentlich massiveren Schäden durch Katzen, Vogelschlag im Straßenverkehr und entlang von Bahn- und Hochspannungstrassen, zur Bedrohung der Vogelwelt durch Agrargifte und Naturzerstörung gibt es keine Debatte.

Warum wird die kleinere Bedrohung wahrgenommen und die andere nicht einmal diskutiert? Wer hat ein ökonomisches Interesse, dass die zentralen Ursachen des Artenschwundes, nämlich Klimawandel und Verlust von Naturlandschaften nicht zum Thema werden?

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein


*Mehr Infos zum Thema Vogelsterben Deutschland und zu den tatsächlichen Ursachen (Insektensterben, Agrargifte, Naturzerstörung, Katzen, Verkehr, Vogelschlag) finden Sie Hier.

*Mehr Infos zum Thema Katzen und Vögel finden Sie [Hier]


Katzen, Vögel, Vogelsterben / Hauskatzen & verwilderte Katzen töten viele Vögel



Quellen, Links und Hintergründe zu diesem Thema:
* Spektrum.de: [Naturschutz: Schaden Katzen unserer Vogelwelt?]
* Zeit Online: ["Stimmt's?: Töten deutsche Hauskatzen jährlich über 200 Millionen Vögel?"]
* Welt.de: ["Auch Katzen sind schuld am großen Vogelsterben"]"
* Süddeutsche Zeitung: ["Katzen bedrohen Vogelarten"]
* Der Spiegel: ["Killer mit Kulleraugen"]



Artikel von Spektrum.de: "Naturschutz: Schaden Katzen unserer Vogelwelt?"
(Zum vollständigen Artikel geht es [Hier])
"Der Tod kommt schleichend: Auf leisen Pfoten pirscht sich der Feind an und überrascht sein Opfer, das gerade nach Futter sucht, sein Gefieder trocknet oder seine Jungen füttert. Katzen sind geschickte und effektive Raubtiere, die selbst nach 4000 Jahren der Domestikation nichts verlernt haben, was auch ihre wilden Vorfahren auszeichnet. Doch gefährden sie damit Arten? Und lassen sich die Verluste eindämmen?

Katzen und Vögel: Das Thema ist hochemotional und lässt auf beiden Seiten die Gemüter hochwallen, wie eine Studie andeutete, laut der viele Katzenbesitzer den Jagdtrieb ihrer Tiere zwar wahrnehmen, aber die auftretenden Schäden entweder ignorieren oder als irrelevant einschätzen – worauf eine Flut von Leserkommentaren die Redaktion erreichte. Vogelfreunde missbilligen den Jagdtrieb der Katzen und sähen sie am liebsten ins Haus verbannt – zumindest während der Brutzeit. Katzenfreunde hingegen sehen durch diese Forderung die Freiheit ihrer Tiere eingeengt und fürchten schwere Verhaltensstörungen bei Ex-Freigängern.

Auch innerhalb der Wissenschaftsgemeinschaft und unter Naturschutzorganisationen ist kein einheitliches Bild vorhanden. Für den Wiener Verhaltensbiologen und Direktor der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle Kurt Kotrschal, der auch zu Katze-Mensch-Beziehungen gearbeitet hat, ist klar: "Das Problem ist nicht gerade klein, wahrscheinlich werden heute viel mehr europäische Singvögel durch Freigänger und Streunerkatzen erledigt als durch die mediterrane Vogelfängerei. Und es wundert mich nicht, dass so viele Katzenhalter das Jagen ignorieren – wird doch auf Katzen vor allem Freiheit und ein wenig Anarchie projiziert." Dagegen warnt der Katzenforscher Dennis C. Turner vom Institut für angewandte Ethologie und Tierpsychologie in Horgen in der Schweiz vor Fehlinterpretationen von Studien, die über die Beutestrecken der Katzen gemacht wurden: "Wir wissen eigentlich noch viel zu wenig. Die meisten Studien wurden nur sehr lokal durchgeführt und deren Ergebnis dann auf das gesamte Land extrapoliert. Doch sind die Ergebnisse aus Vororten wirklich repräsentativ, und bedrohen Katzen die Vogelbestände auf kontinentaler Ebene?" "

[h]Katzen töten in Australien eine Million Vögel pro Tag[/h]

Quelle: [Der Standart] vom 4. Oktober 2017

Im Durchschnitt werden in Australien etwa 316 Millionen Vögel im Jahr durch wild lebende Katzen, 61 Millionen Vögel werden jährlich von Hauskatzen geraubt.

Sydney – Katzen töten in Australien Forschern zufolge täglich mehr als eine Million heimische Vögel. Nach einer im Fachjournal "Biological Conservation" veröffentlichten Studie sterben im Durchschnitt etwa 316 Millionen Vögel im Jahr durch wild lebende Katzen, 61 Millionen Vögel werden jährlich von Hauskatzen geraubt. Rund 99 Prozent der insgesamt rund 377 Millionen getöteten Vögel seien einheimisch.

Die Höhe der Zahl der geraubten Vögel sei erschütternd, sagte der leitende Wissenschafter der Studie, John Woinarski von der Charles Darwin University. Katzen würden dazu beitragen, dass der Bestand vieler Vogelarten in Australien weiter schrumpfe. Der Bericht beruht auf rund 200 Studien, die landesweit zur Dichte und Ernährung von Katzen erhoben wurden. Die Zahl der von Katzen getöteten Vögel schwankt stark von Jahr zu Jahr. (APA, 4.10.2017)


Infosammlung 2020: Natur, Naturschutz & Naturgebiete, in Südbaden, im Elsass und am Oberrhein



Aktuell & wichtig!


Flächendeckend stirbt der Wald. Wer da noch von "Waldumbau" redet, der verharmlost und lügt. Wir erleben aktuell ein Waldsterben 2.0 welches das Waldsterben in den 80er Jahren des letzten Jahrhundert bei weitem übertrifft. In den 80er Jahren gab es massive Aktionen, Demos & Proteste der Umweltbewegung. Doch wo ist die Protestbewegung gegen das Waldsterben 2.0? Angesichts der Dimension der Schäden genügt es nicht die Proteste an Fridays for Future zu delegieren!" Angesichts von Waldsterben und Artenausrottung ist die Naturschutzbewegung erschreckend brav.
Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein











Mitwelt-Warnungen 2020 & Hinweise zu diesen Seiten...


  • 1) Diese Internetseiten der Mitwelt Stiftung Oberrhein sind "altmodisch-textorientiert" und manchmal lang. Wir bieten keine modischen Infohäppchen, sondern wenden uns an die kleine Minderheit, die noch in der Lage ist längere Texte zu lesen und zu erfassen.
  • 2) Wenn Sie hier "Die Wahrheit" suchen, werden Sie sie nicht finden. Es gibt sie nicht, "Die Wahrheit", sondern immer nur Annäherungen daran, Wahrheitsfragmente. Es wird Ihnen nichts übrigbleiben, als sich mit den "anderen Wahrheiten" auseinander zu setzen, um zu einer eigenen Meinung zu kommen. Verlassen Sie auch einmal den engen "Echoraum" der eigenen Meinung im Internet. Misstrauen Sie Wahrheitsverkündern. Haben Sie Mut Ihren eigenen Verstand zu gebrauchen.
  • 3) Im Zweifel ist die -Allgemeine Erklärung der Menschenrechte- immer noch eine gute Quelle zur Orientierung.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

Getragen von der Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht kommen wird wie die Morgenröte nach durchschlafner Nacht)




Nachtrag 1: Aktueller Corona-Einschub


Leider irrte Hölderlin als er schrieb:
"Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch" Neben dem "Rettenden" wächst leider auch das Neurotische, die Gier & die Dummheit, Sündenbocksuche, private & staatliche Verschwörungstheorien und Sündenbocksuche (Trump, Murdoch, Bild-Zeitung...), Blockwart-Mentalität & die kleinen & großen Nationalismen...
Umso wichtiger ist der Dank an die vielen engagierten, solidarischen, helfenden Menschen, die in Corona-Zeiten nicht in mittelalterliches Denken & Handeln zurückfallen.
Corona zeigt auch die massiven Probleme von Gesellschaftssystemen, in denen die Gesundheitssysteme privatem Profitstreben unterworfen sind. Über 103.000 Corona-Tote in den USA zeigen dies mehr als deutlich. Das libertäre amerikanische System der organisierten Gier versagt in Corona-Zeiten.







Rote Liste - Einheimische Vögel Deutschland



Rote Liste Deutschland

Quelle: www.unter-geiern.com

Alle Aussagen über den Bestand der verschiedenen Vogelarten auf dieser Website beziehen sich auf die aktuelle offzielle "Rote Liste der Brutvögel Deutschlands" aus dem Jahr 2016. Diese teilt Brutvögel in die Kategorien 0 bis 3, sowie R und V ein. Im Folgenden sind zum Überblick noch einmal alle auf dieser Seite vorgestellten Arten in die jeweiligen Kategorien eingeordnet.

Kategorie 0: Bestand erloschen
In dieser Kategorie befinden sich 13 Arten, die bei uns in Deutschland als Brutvogel ausgestorben sind, u.a.
  • Gänsegeier
  • Mornellregenpfeifer
  • Schlangenadler



Kategorie 1: vom Aussterben bedroht
In dieser Kategorie befinden sich insgesamt 29 Arten, deren Bestand akut vom Erlöschen bedroht ist, u.a.
  • Alpenstrandläufer
  • Bekassine
  • Brandseeschwalbe
  • Brachpieper
  • Bruchwasserläufer
  • Goldregenpfeifer
  • Großer Brachvogel
  • Großtrappe
  • Haubenlerche
  • Kampfläufer
  • Kornweihe
  • Küstenseeschwalbe
  • Lachseeschwalbe
  • Moorente
  • Ohrentaucher
  • Raubseeschwalbe
  • Sandregenpfeifer
  • Schreiadler
  • Seeregenpfeifer
  • Steinschmätzer
  • Sumpfohreule
  • Trauerseeschwalbe
  • Uferschnepfe
  • Zippammer
  • Zwergseeschwalbe


Kategorie 2: stark gefährdet
In diese Kategorie werden 19 Arten eingeordnet, u.a.
  • Braunkehlchen
  • Flussseeschwalbe
  • Flussuferläufer
  • Grauspecht
  • Kiebitz
  • Knäkente
  • Nachtreiher
  • Raubwürger
  • Rebhuhn
  • Steinwälzer
  • Turteltaube
  • Wendehals
  • Wiesenpieper
  • Wiesenweihe


Kategorie 3: gefährdet
Dieser Kategorie wurden insgesamt 27 Arten zugewiesen, u.a.
  • Baumfalke
  • Baumpieper
  • Bluthänfling
  • Feldlerche
  • Feldschwirl
  • Fischadler
  • Krickente
  • Löffelente
  • Mehlschwalbe
  • Rauchschwalbe
  • Rohrdommel
  • Rotschenkel
  • Spießente
  • Star
  • Trauerschnäpper
  • Tüpfelsumpfhuhn
  • Weißstorch
  • Wespenbussard
  • Wiedehopf
  • Zaunammer



Kategorie R: Art mit geographischer Restriktion
Diese Kategorie umfasst 29 Arten, die bei uns selten vorkommen. Meist brüten sie nur in Teilen Deutschlands, u.a.
  • Alpenbraunelle
  • Basstölpel
  • Bergente
  • Dreizehenmöwe
  • Eissturmvogel
  • Felsenschwalbe
  • Gelbkopf-Schafstelze
  • Grünlaubsänger
  • Löffler
  • Mantelmöwe
  • Mauerläufer
  • Pfeifente
  • Purpurreiher
  • Singschwan
  • Steppenmöwe
  • Tordalk
  • Trottellumme
  • Weißbart-Seeschwalbe
  • Weißflügel-Seeschwalbe
  • Zwergmöwe


Kategorie V: Vorwarnliste
Diese Kategorie beinhaltet 17 Arten, die noch nicht gefährdet sind, aber bei denen z.B. durch starke Bestandsrückgänge Grund zur Besorgnis besteht, u.a.
  • Feldsperling
  • Gänsesäger
  • Gartenrotschwanz
  • Goldammer
  • Grauschnäpper
  • Haussperling
  • Heidelerche
  • Kleinspecht
  • Kuckuck
  • Pirol
  • Rotmilan
  • Teichhuhn
  • Uferschwalbe
  • Wasserralle



Das Fazit sieht wenig erfeulich aus: fast die Hälfte aller einheimischen Brutvogelarten findet sich mittlerweile in einer der oben aufgeführten Kategorien wieder. Doch der Vergleich mit früheren Roten Listen zeigt auch: durch konsequente Schutzmaßnahmen konnten einige Arten wieder erfolgreich ihre Bestände vermehren, sodass sie nicht mehr aufgelistet sind.





Vögel & Vogelsterben in Deutschland


Hühner


Krähen


Elster


Sperlinge


Enten


Tauben


Baumläufer


Lappentaucher


Wiedehopfe


Bienenfresser (Spinte)


Pirol


Eisvögel


Segler


Reiher


Meisen


Sturmvögel


Tölpel


Kuckucke


Pagageien


Ibisse


Störche


Ammern


Regenpfeiler


Kraniche


Rallen


Lerchen


Finken


Zaunkönige


Alken


Eulen


Würger


Schnepfen


Seeschwalben


Kormorane


Greifvögel


Möwen


Rohrsänger u.ä.


Spechte


Schnäpper u.ä.


Grasmücken


Stelzen


Schwalben


Goldhähnchen


Drosseln und Amseln


Stare


Mauerläufer


Grassänger


Kleiber


Laubsänger





Rote Liste der Brutvögel Deutschlands (2015) (Quelle: Wikipedia)



Die fünfte Fassung der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands wurde am 30. November 2015 fertiggestellt

Kategorie 0 – Ausgestorben oder verschollen
Blauracke
Doppelschnepfe
Gänsegeier
Mornellregenpfeifer
Papageitaucher
Rosenseeschwalbe
Rothuhn
Schlangenadler
Schwarzstirnwürger
Steinsperling
Triel
Waldrapp
Zwergtrappe

Kategorie 1 – Vom Aussterben bedroht
Alpenstrandläufer
Auerhuhn
Bekassine
Birkhuhn
Brandseeschwalbe
Brachpieper
Bruchwasserläufer
Goldregenpfeifer
Großer Brachvogel
Großtrappe
Haubenlerche
Kampfläufer
Kornweihe
Küstenseeschwalbe
Lachseeschwalbe
Moorente
Ohrentaucher
Raubseeschwalbe
Rotkopfwürger
Sandregenpfeifer
Schreiadler
Seeregenpfeifer
Seggenrohrsänger
Steinschmätzer
Sumpfohreule
Trauerseeschwalbe
Uferschnepfe
Zippammer
Zwergseeschwalbe

Kategorie 2 – Stark gefährdet
Braunkehlchen
Flussseeschwalbe
Flussuferläufer
Haselhuhn
Grauspecht
Kiebitz
Knäkente
Nachtreiher
Raubwürger
Rebhuhn
Steinrötel
Steinwälzer
Turteltaube
Wachtelkönig
Wendehals
Weißrückenspecht
Wiesenpieper
Wiesenweihe
Zwergdommel
Kategorie 3 – Gefährdet
Baumfalke
Baumpieper
Bluthänfling
Feldlerche
Feldschwirl
Fischadler
Halsbandschnäpper
Kleines Sumpfhuhn
Krickente
Löffelente
Mehlschwalbe
Ortolan
Rohrdommel
Rauchschwalbe
Rotschenkel
Sperbergrasmücke
Spießente
Star
Steinkauz
Trauerschnäpper
Tüpfelsumpfhuhn
Weißstorch
Wespenbussard
Wiedehopf
Zaunammer
Ziegenmelker
Zitronenzeisig

Kategorie R – Arten mit geografischer Restriktion in Deutschland
Alpenbraunelle
Alpendohle
Alpenschneehuhn
Alpensegler
Basstölpel
Bergente
Dreizehenmöwe
Eissturmvogel
Felsenschwalbe
Gelbkopf-Schafstelze
Grünlaubsänger
Habichtskauz
Löffler
Mauerläufer
Pfeifente
Purpurreiher
Schelladler
Schneesperling (früher Schneefink)
Singschwan
Steinadler
Steinhuhn
Steppenmöwe
Tordalk
Trauerbachstelze
Trottellumme
Weißbart-Seeschwalbe
Weißflügel-Seeschwalbe
Zwergmöwe
Zwergsumpfhuhn
Kategorie V – Vorwarnliste
Feldsperling
Gänsesäger
Gartenrotschwanz
Goldammer
Grauschnäpper
Haussperling
Heidelerche
Kleinspecht
Kuckuck
Pirol
Rotmilan
Teichhuhn
Uferschwalbe
Wachtel
Waldschnepfe
Wasserralle
Zwergschnäpper

Quelle Wikipedia





Mitwelt-Warnungen 2020 & Hinweise zu diesen Seiten...


  • 1) Diese Internetseiten der Mitwelt Stiftung Oberrhein sind "altmodisch-textorientiert" und manchmal lang. Wir bieten keine modischen Infohäppchen, sondern wenden uns an die kleine Minderheit, die noch in der Lage ist längere Texte zu lesen und zu erfassen.
  • 2) Wenn Sie hier "Die Wahrheit" suchen, werden Sie sie nicht finden. Es gibt sie nicht, "Die Wahrheit", sondern immer nur Annäherungen daran, Wahrheitsfragmente. Es wird Ihnen nichts übrigbleiben, als sich mit den "anderen Wahrheiten" auseinander zu setzen, um zu einer eigenen Meinung zu kommen. Verlassen Sie auch einmal den engen "Echoraum" der eigenen Meinung im Internet. Misstrauen Sie Wahrheitsverkündern. Haben Sie Mut Ihren eigenen Verstand zu gebrauchen.
  • 3) Im Zweifel ist die -Allgemeine Erklärung der Menschenrechte- immer noch eine gute Quelle zur Orientierung.

Axel Mayer, Mitwelt Stiftung Oberrhein

Getragen von der Hoffnung auf das vor uns liegende Zeitalter der Aufklärung (das nicht kommen wird wie die Morgenröte nach durchschlafner Nacht)




Nachtrag 1: Aktueller Corona-Einschub


Leider irrte Hölderlin als er schrieb:
"Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch" Neben dem "Rettenden" wächst leider auch das Neurotische, die Gier & die Dummheit, Sündenbocksuche, private & staatliche Verschwörungstheorien und Sündenbocksuche (Trump, Murdoch, Bild-Zeitung...), Blockwart-Mentalität & die kleinen & großen Nationalismen...
Umso wichtiger ist der Dank an die vielen engagierten, solidarischen, helfenden Menschen, die in Corona-Zeiten nicht in mittelalterliches Denken & Handeln zurückfallen.
Corona zeigt auch die massiven Probleme von Gesellschaftssystemen, in denen die Gesundheitssysteme privatem Profitstreben unterworfen sind. Über 103.000 Corona-Tote in den USA zeigen dies mehr als deutlich. Das libertäre amerikanische System der organisierten Gier versagt in Corona-Zeiten.