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Eulen & Schleiereule: Eulenkasten / Nistkasten / Nisthilfe (eine Bauanleitung)








Material:

Maße:

Der Nistkasten ist speziell für die Schleiereule geeignet, die einen dunklen Brutraum benötigt. Es ist aber auch durchaus möglich, dass sich Turmfalken oder Kauze dort wohlfühlen und nisten.
Es empfiehlt sich den Kasten aus wasserfesten Sperrholz oder Massivholz zu bauen.
Man benötigt zusätzlich einige Nägel (zwischen 4-5cm) um die einzelnen Teilstücke zu verbinden. Ebenfalls nötig sind Hammer, Schleifpapier (und/oder Feile), Stift und eine Stichsäge. Dazu kommen noch 3 Scharniere und 10 Blechwinkel (oder 4 Latten).

Bauanleitung:

Zuerst ist es ratsam sich alle benötigten Teilstücke mit Bleistift auf den Brettern vor zu zeichnen. Anschließend sägt man sie mit der Stichsäge aus. Anschließend kann man sich an den Zusammenbau der einzelnen Teilstücke machen.

Zu Beginn vernagelt man die Trennwände mit den Seitenwänden mittels der Blechwinkel. Man kann statt der Winkel auch Holzlatten verwenden, an denen die Trennwände angebracht werden.
Dann wird der Boden mit der Rück- und Vorderwand vernagelt und darauffolgend kommen die Seitenwände hinzu. Zuletzt bringt man das Dach auf und verbindet es durch die Scharniere mit der Seitenwand, so dass sich das Dach auf und zu klappen lässt.

Anbringung:

Am besten wird der Kasten so aufgehängt, dass man das Einflugloch nur von außen erreichen kann, da sonst Marder und andere Räuber eindringen könnten. Des Weiteren bieten sich alte Scheunen, Kirchtürme und Dachgiebel an. Der Kasten sollte auf der Wetterabgewandten Seite (am besten sind Nord und Ostseite), mindestens 80cm vom Giebel entfernt und 6-8m über dem Boden aufgehängt werden.

Pflegetips:

In den Kasten sollte man eine gemischte Einstreu aus Sägespänen, Rindenmulch, oder auch Stroh einbringen. Diese sollte 5-10cm hoch sein. Der Kasten darf nach erfolgreicher Brut nicht gereinigt werden!

Wer einmal einen Nistkasten gebaut und aufgehängt hat
und wer Vögel und Natur beobachtet, wird langfristig auch erkennen, dass der Bau von Nisthilfen nur ein erster, kleiner Schritt ist, denn die Bedrohung von Vögeln, Natur und Umwelt erfordert weitergehende Schritte. Auf diesem Wege lernt man, dass Natur in Gärten, Wälder, Städte und Dörfer zurückgebracht werden muss und dass Vogel-, Natur- und Umweltschutz langfristig auch dem Menschen dient und nutzt. Gerade Gartenfreunde können einiges zum Vogelschutz beitragen. Naturnahe Brutstätten finden Höhlenbrüter überall dort, wo es im Garten ein wenig „unordentlich“ ist. Alte, morsche Bäume, abgestorbene Äste, Hecken, „Wildnisecken“ und der Verzicht auf Gift gehören bei einem lebendigen, naturnahen Garten dazu.

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Dieser Artikel wurde 15466 mal gelesen und am 18.3.2010 zuletzt geändert.